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Mein erster Eigenbau



Kurz vor meinem Studienabschluss arbeitete ich nebenbei in einem Fahrradladen in North Carolina. Dort fiel mir ein Rennradrahmen aus Titan ins Auge, und der Ladenbesitzer bot mir an, ihn in monatlichen Raten abzubezahlen. Er hing als „verkauft“ an der Wand, aber ich konnte ihn mitnehmen, sobald ich die letzte Rate bezahlt hatte.

Zu meinem Schulabschluss machte mir mein Vater ein unglaubliches Geschenk – er bezahlte den Restbetrag. Monatelang hatte er mich von diesem „Fahrrad“ schwärmen hören und davon, dass ich „eines Tages“ einen Rennradrahmen aus Titan haben würde. Die ganze Familie kam zur Abschlussfeier. Mein Vater und ich gingen zusammen in den Laden, um mir mein Fahrrad anzusehen.

Heute war es soweit – die Rechnung war vollständig bezahlt. Wir kamen rein, und der Besitzer Dale (und eigentlich alle im Laden) waren total begeistert. Endlich würde dieser Typ nicht mehr täglich vorbeikommen.

Dale nahm den Rahmen von der Wand und reichte ihn mir. Ich habe noch nie so breit gegrinst … Dad grinste auch; aber es war ein ganz anderes Grinsen, und zwar aus den falschen Gründen. Er sah mich verblüfft an und rief dann: „Das ist alles?! Wo zum Teufel ist der Rest?! Damit kann man ja gar nicht fahren!“ Er hatte wohl gedacht, das ganze Geld wäre für ein komplettes Fahrrad draufgegangen. Ich musste grinsen, als er den Rahmen in der Hand hielt und mich ansah, als wollte er sagen: Was zum Teufel – das soll die Ausbildung sein, für die ich bezahlt habe?

Ich umarmte ihn und erklärte es ihm so gut ich konnte. Es war ein wunderschöner Tag und wir gingen glücklich nach Hause.

Das war mein erstes hochwertiges, maßgefertigtes Fahrrad meiner Karriere – es war der Anfang. Danke, Papa.

 
 
 

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